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Jahresbericht 2009 der NABU Umweltwerkstatt
Wetterau
Jahresbericht 2008 der NABU Umweltwerkstatt
Wetterau
Jahresbericht 2008 des NABU Wetterau
Jahresbericht 2007 des NABU Wetterau
Jahresbericht 2007 der NABU Umweltwerkstatt
Wetterau
Jahresbericht 2009 für die
NABU Umweltwerkstatt Wetterau e.V.
Das Vereinsjahr 2009 ist geprägt durch die Großveranstaltung
"Bat-Night", das 20jährige Jubiläum und den Wiedereinzug in das
frisch renovierte Alte Rathaus von Assenheim.
Mit der Anerkennung als Träger der hessischen Lehrerfortbildung und einem
Antrag zum "UN-Dekadeprojekt" wurden neue Qualitätsstandards
aufgegriffen.
Das Bild der Umweltwerkstatt nach außen wird nun klar und eindeutig auf den
Aufgabenbereich "Umweltbildung" und "Öffentlichkeitsarbeit"
reduziert, was deutlich zur Profilbildung beigetragen hat. Damit verbunden wird
ausschließlich in drei Grundmustern: "Offene Veranstaltung",
"Abrufangebot" und "(Bildungs-)Projekt" gearbeitet. Dennoch
bieten sich viele Ansatzpunkte für ein praktisches Engagement, etwa in der
Entwicklung des Lehrbiotops oder beim Aufbau der Krötenzäune.
Eine konsequente Entscheidung hat der Vorstand bezüglich der Standortwahl
herbeigeführt und den schrittweisen Rückzug aus Wippenbach beschlossen.
Gleichzeitig soll ein neuer Standort in Niddatal oder im direkten Umfeld (z.B.
Friedberg) gefunden werden.
Mitgliederstand
Die Entwicklung des Mitgliederbestandes ist weiterhin abnehmend. Es gab 2009
einen Neueintritt und vier Austritte. Damit entwickelte sich die Mitgliederzahl
von 141 (31.12.2008) auf 137 am 31.12.2009.
Gleichzeitig konnten aber im Wesentlichen durch die Aktivitäten und
Veranstaltungen der NABU Umweltwerkstatt Wetterau 2009 für den NABU im
Wetteraukreis 124 neue Mitglieder geworben werden.
Grundsätzlich muss die Kommunikation der beiden Mitgliedschaften neu diskutiert
werden. Bislang gilt: Neue Leute erst für eine Mitgliedschaft im NABU werben.
Wer darüber hinaus noch die Umweltbildungsarbeit im Wetteraukreis fördern
möchte, kann zusätzlich Mitglied bei der Umweltwerkstatt werden.
Um aber die wachsenden Aufgaben im Bereich der Umweltbildung künftig noch
finanzieren zu können, wird der Verein um eine aktive Mitgliederwerbung nicht
herum kommen. Dazu sollten gezielt potenzielle "Förderer"
angesprochen und geworben werden.
Öffentlichkeitsarbeit
Die Öffentlichkeitsarbeit der NABU Umweltwerkstatt Wetterau will vorrangig
über grundlegende Zusammenhänge in Natur und Umwelt informieren und zu eigenem
Handeln motivieren. In der Öffentlichkeitsarbeit des Vereins geht es nicht um
die politische Auseinandersetzung in gesellschaftlich umstrittenen Bereichen,
sondern vielmehr um Aufklärung zu wissenschaftlich erwiesenen und durch den
gesetzlichen Rahmen allgemein akzeptierten Sachverhalten.
- 27 Presseinfos allgemeiner Art, Ankündigungen, Berichte von
Veranstaltungen wurden verfasst.
- Über 20-mal berichteten die Wetterauer Zeitung oder die Frankfurter Neue
Presse ausführlicher über Veranstaltungen der NABU Umweltwerkstatt
Wetterau.
- Ausführliche Berichterstattung zur Bat-Night und zur Umweltwerkstatt in
der Beilage der Wetterauer Zeitung "Streifzug"
- Mehrere Hörfunk-Interviews für hr1 und hr4, Reporterbeiträge im
Hessenfernsehen bei "Alle Wetter"
- Die Internet-Seite www.umweltwerkstatt-wetterau.de ist identisch mit der
Seite des NABU Wetterau (www.nabu-wetterau.de). Mindestens einmal pro Woche
erfolgte eine Pflege und Aktualisierung der Seiten. An einen Verteiler von
mittlerweile über 1.250 Adressen wurden in 2009 rund 25 Newsletter
verschickt.
- Es wurden zwei Halbjahresprogramme mit einer Auflage von je 5.000
Exemplaren aufgelegt und verteilt. Darüber hinaus konnten 5.000
Einladungskarten für die Jubiläumsfeierlichkeiten an Haushalte verteilt
und öffentlich ausgelegt werden.
- Zusätzlich zum Halbjahresprogramm wurde ein Faltblatt für die
Ferienspiele in den Sommerferien 2009 in einer Auflage von 5.000 Exemplaren
gedruckt und flächendeckend über Schulen, Bibliotheken und andere
Auslagestellen verteilt.
- Auf mehreren Infoständen konnte die Arbeit der Umweltwerkstatt Wetterau
dargestellt werden. Beispielhaft seien hier der Radreisemarkt in Bornheim,
die Gartenausstellung in Laubach und das "Wickstädter Kunstfest"
genannt.
Veranstaltungen
Auf rund 50 Veranstaltungstage hat es das offene Programm 2009 gebracht.
Publiziert über zwei Halbjahresprogramme, Internet, E-Mail-Newsletter und die
Tageszeitungen im Wetteraukreis wurden Führungen, Vorträge, Kurse und
Ferienspiele angeboten.
Dabei stand Altbewährtes wie Fackelwanderung und Vogelstimmenwanderung mit
Wiesen-Frühstück erfolgreich neben neuen Formaten, wie beispielsweise die
beiden "Wahr-Falsch-Wanderungen". Bei diesen wurden auf einem Rundgang
ortsspezifisch verschiedene Geschichten aufgetischt, bei denen die Teilnehmer
entscheiden mussten, ob es sich um Lügengeschichten oder um die Wahrheit
handelt.
Als herausragend zu nennen sind die Ferienspiele, die Bat-Night und die
Jubiläumsfeierlichkeiten:
Ferienspiele 2009
Nach den guten Erfahrungen von 2008 wurden erneut zwei Wochen am Stück
Ferienspiele auf dem Lehrbiotop in Assenheim angeboten. Kinder im Alter von 7
bis 12 Jahren konnten sich für täglich abgeschlossene Themen anmelden und
wurden jeweils in der Zeit von 9 bis 16 Uhr betreut und gemeinsam
Naturerlebnisse ermöglicht. Das Mittagessen mit Zutaten aus ökologischer
Landwirtschaft wurde gemeinsam von den Teilnehmern zubereitet. Insgesamt nahmen
65 Kinder mit einer Dauer von einem bis zu zehn Tagen teil. Alle Teilnehmer, die
mindestens fünf Tage dabei waren, bekamen anschließend den begehrten
"Natur-Ranger-Ausweis".
Bat-Night
Am 22. August fand die vierte Wetterauer Bat-Night in Assenheim statt. Eine
Großveranstaltung zu der 2009 rund 750 Leute gefunden haben (zum Vergleich:
2007 waren es rund 1.000). Aus logistischen Gründen wurde von dem beengten Raum
in der Spitze der Wettermündung auf die andere Uferseite umgezogen. Dort
konnten die zehn Spiel- und Erlebnisstationen sowie Ausstellungen, Info- und
Essensstände und das große NABU-Zelt auf der Fläche des Festplatzes und des
direkt angrenzenden Spielplatzes aufgebaut werden.
Empfang zum Jubiläum
Auf den letzten Drücker fertig gestellt, konnte das Alte Rathaus Anfang
November als altes/neues Domizil wieder bezogen werden. Am 15. November fand
dort dann ein Empfang zum 20jährigen Bestehen des Vereins in diesem Gebäude
statt.
In den Räumen wurden die neue Rollup-Ausstellung zur Arbeit der Umweltwerkstatt
sowie zahlreiches Bildmaterial und Zeitungsausschnitte aus 20 Jahren
präsentiert. Für Kinder wurden einfache Bastelarbeiten angeboten, es gab
Kurzvorträge und Ausblicke in die künftige Arbeit der Umweltwerkstatt.
Sonstiges
Ebenfalls zu den "öffentlichen" Veranstaltungen können die zehn
Monatstreffen gezählt werden. Dies sind die Vorstandssitzungen der
Umweltwerkstatt, zu denen alle Interessierten eingeladen sind, um in die Arbeit
des Vereins herein zu schnuppern, oder Anliegen vorzubringen.
Neben den offenen Veranstaltungen hält die NABU Umweltwerkstatt Wetterau
auch eine Auswahl sogenannter "Abrufangebote" bereit. Diese können
individuell von Kindergärten, Schulen, Vereinen, Firmen oder z.B. für die
Gestaltung von Kindergeburtstagen gebucht werden. Insgesamt wurden 2009 rund 100
Abrufveranstaltungen gebucht.
Zur Entwicklung und Gestaltung dieser Abrufangebote wurde eine Arbeitsgruppe
eingerichtet, die sich 2009 vorrangig der Festlegung der Themenkomplexe und der
Programmgestaltung für die Ferienspiele widmete. Außerdem hat sich diese AG
darum bemüht, weitere Leute für die Durchführung der Abrufangebote
einzubinden. So konnten fünf weitere Personen als Referenten gefunden werden.
Aus dieser Motivation heraus wurde auch der Ausbildungsgang zum
"NABU-Naturführer" konzipiert, der am 6. März 2010 startete und sich
einer ausgesprochen hohen Nachfrage erfreut.
Kooperationsveranstaltungen mit dem Jugendbildungswerk
Wetterau
Die Umweltwerkstatt ist seit Jahren Partner des Jugendbildungswerkes des
Wetteraukreises. Gemeinsam werden seit 1989 eine Kanutour für Jugendliche auf
der Lahn und seit einigen Jahren zusätzlich eine Freizeit an der Mecklenburger
Seenplatte angeboten.
Aufgabe der Umweltwerkstatt ist die fachliche Beratung und organisatorische
Unterstützung in Vorbereitung und Abwicklung dieser beiden Freizeiten.
Arbeitseinsätze
Viele Arbeiten sind wiederkehrend und in jedem Jahr mit zum Teil erheblichem
ehrenamtlichen Aufwand zu erledigen:
- Aufstellen von zwei Krötenzäunen zwischen Bahnhof Erbstadt-Kaichen und
Kaichen sowie zwischen Assenheim und Bruchenbrücken; auf jeweils rund 500m
sind Zäune aufgestellt und über vier Wochen zahlreiche Erdkröten über
die Straße getragen worden.
- Pflege und Unterhaltung von Lehrbiotop, Gehölzlehrpfad, Storchenweg und
Wissenspfad: Hier ist in erster Linie die Wiese zu mähen, Obstbäume zu
schneiden, die Nistkästen müssen gereinigt werden, die vorhandenen
Stationen müssen gewartet werden, Baumscheiben gepflegt, Bäume neu
angebunden und Schilder kontrolliert werden. Im Herbst wurde ein
Pflegeeinsatz auch als öffentliche Veranstaltung ausgeschrieben, bei der
den Teilnehmern Wissen über den richtigen Obstbaumschnitt oder die Anlage
eines Igelquartiert vermittelt werden sollten.
- Besonders fleißig waren im Mai die Pfadfinder aus Nidderau, die im Rahmen
der von der katholischen Kirche ausgeschriebenen
"72-Stunden-Aktion" mit rund 30 Kindern und Jugendlichen kräftig
auf dem Lehrbiotop aufgeräumt haben, sowie einen Barfußpfad, ein
Baumxylophon und Wildbienenhotels errichtet haben. Auch der Bauwagen erhielt
einen freundlichen Neuanstrich mit Naturmotiven.
Internes
An Veränderungen im Haus, bei der Infrastruktur und im Personellen ergaben sich
folgendes:
- Seit Ende 2008 ist André Dieckhoff Auszubildender und sorgt für eine
regelmäßige Präsenz im Haus und am Telefon.
- Im Verlauf des ganzen Jahres konnte auf die Hilfe von Jugendlichen zurück
gegriffen werden, die Stunden im Rahmen der Jugendgerichtshilfe abzuleisten
hatten. Diese zusätzlichen Arbeitskräfte wurden insbesondere zur Pflege
des Lehrbiotops genutzt.
- Im Herbst 2009 wurde der Umzug aus den "Exil"-Räumen in der
Bahnhofstraße zurück ins Alte Rathaus vorbereitet. Da im Rathaus aber nur
noch ein Raum zur Verfügung steht, verbleiben zunächst große Teile, wie
Werkstatt, Druckerei und Lager in der Bahnhofstraße.
Niddatal, 9. März 2010
Frank Uwe Pfuhl, Vorsitzender
Jahresbericht 2008 für die
NABU Umweltwerkstatt Wetterau e.V.
Öffentlichkeitsarbeit
Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit - einem Schwerpunkt der Arbeit der NABU
Umweltwerkstatt Wetterau - wurden in 2008 folgendes geleistet:
> Rund 20 Presseinfos allgemeiner Art, Ankündigungen, Berichte von
Veranstaltungen wurden verfasst.
> Über 20 mal berichteten die Wetterauer Zeitung oder die Frankfurter Neue
Presse ausführlicher über Aktivitäten der NABU Umweltwerkstatt Wetterau.
> Die Internet-Seite www.umweltwerkstatt-wetterau.de ist identisch mit der Seite
des NABU Wetterau (www.nabu-wetterau.de). Mindestens einmal pro Woche erfolgte
eine Pflege und Aktualisierung der Seiten. An einen Verteiler von mittlerweile
über 1.100 Adressen wurden in 2008 gut 30 Newsletter verschickt.
> Es wurden zwei Halbjahresprogramme mit einer Auflage von je 5.000 Exemplare
aufgelegt und verteilt. Darüber hinaus 5.000 Postkarten als Werbung für den
wieder in der Wetterau heimischen Biber gedruckt und verteilt.
> Zusätzlich zum Halbjahresprogramm wurde ein Faltblatt für den Ferienspiele
in den Sommerferien 2008 in einer Auflage von 5.000 Exemplaren gedruckt und
flächendeckend über Schulen, Bibliotheken und andere Auslagestellen verteilt.
> Auf einigen Infoständen konnte die Arbeit der Umweltwerkstatt Wetterau
dargestellt werden. Beispielhaft sei hier der Radreisemarkt in Bornheim, die
Gartenausstellung in Laubach, der Aktionstag am Niddaradweg, der Bioenergietag
am "Rauhen Berg" und die "Sonnenwendfeier" in Ilbenstadt
genannt.
> Zur Öffentlichkeitsarbeit zählt auch die kostenlose Dienstleistung für
interessierte Bürgerinnen und Bürger, die bei der Umweltwerkstatt Rat in
Sachen Natur und Umwelt erhalten. Außerdem können in der Umweltwerkstatt ein
Strommessgerät, ein Lampenkoffer, ein Energiesparkoffer,
Gewässergüteuntersuchungskoffer, eine Fledermauskiste und vieles mehr
ausgeliehen werden. Eine Leistung, die vor allem in die Präsenszeit fällt.
Projekte
Folgende Projekte wurden durchgeführt oder begleitet:
· Das größte von der NABU Umweltwerkstatt Wetterau 2008 begleitete Projekt
war die Aktion "Sonne, Mond und Sterne" der Stadt Niddatal.
Federführend hat die Umweltwerkstatt mehrere Veranstaltungsbeiträge und
Aktionen zum Thema durchgeführt.
Finanziert aus Spenden, Fördermitteln und einem Eigenanteil konnte das
Umwelt-Mobil zu einem kreisweit einmaligen "Solar-Café" ausgebaut
werden. Eine Investition, von der der Verein noch einige Jahre profitieren wird.
Zur Ausstattung gehören neben einer Solaranlage auf dem Dach auch die
entsprechende Beschilderung, ein Kaffeevollautomat, ein Solarbackofen und ein
Solarkocher. Alle Utensilien sind mobil einsatzfähig und können auch
ausgeliehen werden. Mit dem Solar-Café besteht ein Anschauungsobjekt und
niederschwelliges Bildungsangebot, das die Anwendung erneuerbarer Energien in
Alltagssituationen präsentiert.
· Projektcharakter hatten auch die zweiwöchigen Ferienspiele auf dem
Lehrbiotop, die als Ganztagesangebot mit einem mit der Gruppe selbst gefertigten
vollwertigen Mittagessen gestaltet waren. Täglich wurde ein abgeschlossenes,
hochwertiges Programm gestaltet. Eine umfangreiche Bilddokumentation findet sich
auf der Internetseite der Umweltwerkstatt.
Dieses Projekt wurde finanziell von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt
unterstützt.
Arbeitseinsätze
Viele Arbeiten sind wiederkehrend und in jedem Jahr mit zum Teil erheblichem
ehrenamtlichen Aufwand zu erledigen:
> Aufstellen von mittlerweile zwei Krötenzäunen zwischen Bahnhof
Erbstadt-Kaichen und Kaichen sowie zwischen Assenheim und Bruchenbrücken; auf
jeweils rund 500m sind Zäune aufgestellt und über vier Wochen gut 1.043 bzw.
1.271 Erdkröten (2008) über die Straße getragen worden.
> Pflege und Unterhaltung von Lehrbiotop, Gehölzlehrpfad, Storchenweg und
Wissenspfad: Hier ist in erster Linie die Wiese zu mähen, Obstbäume zu
schneiden, die Nistkästen müssen gereinigt werden, die vorhandenen Stationen
müssen gewartet werden, Baumscheiben gepflegt, Bäume neu angebunden und
Schilder kontrolliert werden. Im Herbst konnten fünf neue hochstämmige
Obstbäume gepflanzt werden.
> Viel Zeit nahm auch die Sortierung und Inventarisierung in den "Exil"-Büroräumen
in der Bahnhofstraße ein. Was vorher auf rund 200m² im alten Rathaus Platz
fand, musste beim Auszug auf Räume in Wippenbach und im Ausweichquartier (mit
nur 40m² Fläche) untergebracht werden. Dabei mussten zahlreiche Dinge
aussortiert werden, um Platz zu schaffen, andere waren neu zu sortieren.
Internes
An Veränderungen im Haus, bei der Infrastruktur und im Personellen ergaben sich
folgendes:
> Bereits seit Ende Januar 2005 hat die Umweltwerkstatt einen Auszubildenden,
Robert Büger, der eine dreijährige Ausbildung zum Bürokaufmann für
Kommunikation macht und mit zweieinhalb Tagen pro Woche in der Umweltwerkstatt
arbeitet. Die restliche Zeit wird in Berufsschule und bei einem Bildungsträger
absolviert, der auch die organisatorische Abwicklung der Ausbildung leistet.
Robert Büger hat seine Ausbildung Ende Januar 2008 beendet.
Im Anschluss wurde mit André Dieckhoff ein neuer Auszubildender eingestellt.
> In der Zeit vom 1.3.2008 bis zum 28.02.2009 wurde Robert Büger mit einem
Mini-Job als sog. "400-€-Kraft" beschäftigt.
> Die feste Präsenszeit pro Woche (Donnerstags, 16-18 Uhr) konnte fortgesetzt
werden.
> Im Verlauf des ganzen Jahres konnte auf die Hilfe von Jugendlichen zurück
gegriffen werden, die Stunden im Rahmen der Jugendgerichtshilfe abzuleisten
hatten. Diese zusätzlichen Arbeitskräfte wurden insbesondere zur Pflege des
Lehrbiotops genutzt.
Kooperationsveranstaltungen mit dem Jugendbildungswerk
Wetterau
Wie in jedem Jahr, so war die Umweltwerkstatt Wetterau auch in 2008 wieder
Kooperationspartner bei der Ausrichtung der ökologischen Flussfahrt auf der
Lahn,
die für Jugendliche von 13 bis 16 Jahren angeboten wird. Die Umweltwerkstatt
übernahm die fachliche Begleitung und die finanzielle Abwicklung der
Veranstaltung.
Die Veranstaltung wurde kostendeckend angeboten, so dass kein Gewinn
erwirtschaftet wurde.
Veranstaltungen
Kernstück der Arbeit der Umweltwerkstatt ist das Veranstaltungsprogramm. In
2008 wurden über 50 offene Veranstaltungen angeboten, dabei standen u.a.
folgende Themen auf dem Programm:
> Vortrag Biber als Landschaftsgestalter
> Fackelwanderung von Assenheim nach Ilbenstadt
> Führung durch das Bingenheimer Ried
> Frühlingswald hoch Vier
> Kräuter für Garten und Festtafel
> Bauernsenf und Gundermann
> Von Kohle und Flözen, Wasser und Streit
> Führungen durch den geologischen Garten Münzenberg
> Wanderung durch das Krebsbachtal
> Eulenexkursion in Assenheim
> Wasser, Wasser, Wasser
> Vogelstimmenwanderung mit Wiesenfrühstück
> Lebensraum Siedlung
> rund 15 lokale Exkursionen zu den Fledermäusen u.a. in Büdingen, Kefenrod,
Assenheim, Rosbach, Karben
> zehn Ferienspieltage
> Kräuter für Garten und Festtafel
> Sternenhimmel im August
> Einweihung der größten Solaranlage Niddatals
> Sternwarte
> Die Niddataler Sonnenwendfeier
> Archäologische Radtour durch Niddatal
> Früchte und Kräuter für die Küche
> Lebensraum Bach und Fluss
> Was hat die Wingerte mit den Sonnenflecken zu tun?
> Tour der Genießer
> Lebensraum Streuobstwiese
> Herbstwald hoch Vier
> Besuch bei Familie Biber
> Grünhaus - Tagebau wird Naturparadies
> Geologie von Wetterau und Vogelsberg
> Zehn öffentliche Monatstreffen
Neben den offenen Veranstaltungen hält die NABU Umweltwerkstatt Wetterau
auch eine Auswahl sogenannter "Abrufangebote" bereit. Diese können
individuell von Kindergärten, Schulen, Vereinen, Firmen oder z.B. für die
Gestaltung von Kindergeburtstagen gebucht werden. Insgesamt wurden 2008 rund 100
Abrufveranstaltungen gebucht.
Niddatal, 24. März 2009
Frank Uwe Pfuhl, Vorsitzender
Jahresbericht des
Vorsitzenden des
NABU Wetterau für das Geschäftsjahr 2008
Der Mitgliederbestand betrug am 1.01.2008, 3.297 Personen, am 31.12.2008,
3.084, was einen Verlust von 213 Mitgliedern bedeutet. Wir liegen damit noch im
oberen Bereich der hessischen Kreisverbände und umfassen noch knapp über 1 %
der Bevölkerung unseres Kreises. Von diesen Mitgliedern sind 1.705 Personen
durch die professionelle Mitgliederwerbung des Landesverbandes geworben worden.
Dies macht deutlich, dass die Stornierungen der Mitgliedschaft zwar überwiegend
diese, meist rein fördernden Mitglieder betrifft, aber durchaus auch ein
Verlust von klassisch geworbenen Stammmitgliedern stattfindet. Hier sind wir
alle gefordert wirksam gegenzusteuern.
Im Geschäftsjahr 2008 trafen wir uns zu 9 Vorstandssitzungen, die seit dem
Sommer nur noch in Wippenbach stattfanden. Ich möchte erneut betonen, dass
diese Sitzungen immer öffentlich sind, und wir würden uns freuen Vertreter aus
den Gruppen begrüßen zu können. Die Termine können Sie gerne dem Internet
entnehmen, in der Regel ist es immer der dritte Donnerstag eines jeden Monats,
mit Ausnahme einer Sommerpause im Juli und einer Adventspause im Dezember. Wir
beginnen immer um 20.°° Uhr, ich darf Sie alle herzlich einladen!
Am 4.03. fand ein Vortrag zum Thema Biber, von unserem stellvertretenden
Landesgeschäftsführer Mark Harthun in Ilbenstadt, bei der uns sehr gewogenen
Firma TK-Solar statt. Diesen Tag möchte ich als Startpunkt unserer
Sympathiekampagne für dieses faszinierende Nagetier bezeichnen.
Am 15. & 16.03. besuchte ich die alljährliches Landesratsversammlung aller
hessischen Kreisvorsitzenden, mit dem Landesvorstand in Groß-Umstadt.
Am 27.03. fand in Nidda unsere Jahreshauptversammlung statt.
Am 17. Mai beteiligten wir uns an einem Tag der Ideen in den Werkstätten für
Betreute Menschen in Ortenberg –Gelnhaar, mit dem Umweltmobil. Leider war hier
sowohl die Zahl der Gäste etwas enttäuschend, und auch hätte ich mir
gewünscht hier mehr NABU Kollegen begrüßen zu können.
Am nächsten Tag half ich einem Kollegen aus dem nordhessischen Homberg, die
sich unser Zelt, für den Hessentag ausgeliehen hatten. Hierzu möchte ich
sagen, dass es etwas enttäuschend ist, dass unser Zelt nur am Hessentag und bei
dem beeindruckenden Jugendzeltlager in Nidda Ober-Lais gebucht war. Macht bitte
mehr Gebrauch davon, genau wie das Umweltmobil auch mehr in die Öffentlichkeit
gehört! Bisher liegt nur eine Vorbestellung aus Ober-Lais vor; ich hoffe und
gehe davon aus, daß der, heute neu zu wählende Vorstand, das ähnlich sieht!
Am 30. Mai waren wir von Alfred Leiss nach Wiesbaden eingeladen, wo ihm, im
Rahmen einer Feierstunde, das wohlverdiente Bundesverdienstkreuz verliehen
wurde.
Nach einer kurzen Sommerpause besuchten wir, am 5.08. eine Veranstaltung in
Nidda, wo uns ein LIFE-Naturschutzprojekt der hessischen Landesregierung
vorgestellt wurde, an dem wir uns zwar nicht direkt beteiligen, das aber unsere
Unterstützung verdient, so es denn zustande kommt. Näheres entnehmen Sie bitte
den ausgelegten Flyern.
Die Landesvertreterversammlung, am 23.08. war wohl einer der Höhepunkte im NABU
Jahr, nicht nur wegen der Feierstunde 100 Jahre NABU Hessen.
Eine echte Besonderheit durften wir am 5.09. gestalten, wo sich aus der
erlöschenden Naturschutzgruppe Büdingen eine neue NABU Gruppe gründete. Eine
Veranstaltung, die Mut macht, wenn es auch einige Startschwierigkeiten gab. Bei
dieser Gelegenheit geht mein ganz besonders herzlicher Gruß an die neue
Vorsitzende Frau Gudrun Lindenberger.
Am 21.09. waren wir dann erneut zu Gast bei TK-Solar, wo wir mit dem Umweltmobil
und dem Solarkocher, sowie dem Solarbackofen mächtig Eindruck schinden konnten.
Der Einladung zur Diamantenen Hochzeit von Karl Winter kamen wir, am 16.10.
gerne nach. Einer solchen, echten Lichtgestalt des Wetteraurer Naturschutzes
einen Präsentkorb zu überreichen, gehört zu den schönsten Aufgaben für
einen Vereinsvorsitzenden!
Leider war ich an der Bundesvertreterversammlung des NABU, am 8.09. terminlich
verhindert, unsere Abordnung hat den Wetteraukreis jedoch gut vertreten.
Am 24.11. wurde im Kreishaus Friedberg der Umweltschutzpreis des Wetteraukreises
verliehen. Preisträger, auf unseren, und namentlich auf Alfred Leiss
zurückgehenden Vorschlag wurde Adam Strecker aus Ranstadt. Adam ist einer der
führenden Fledermausexperten Hessens und ich habe mich etwas weit aus dem
Fenster gelehnt, als ich Ihm bei der Gratulation versprach, dass wir mithelfen
wollen ein fledermausfreundliches Haus in jedem Wetterauer Stadt- bzw. Ortsteil
zu benennen. Hier bedarf es noch Eure erhebliche Unterstützung. Als Termin habe
ich anfang Mai benannt. Also bitte benennt massenhaft fledermausfreundliche
Häuser, und macht damit die Wetterau zum Zentrum dieser Aktion!
Für die Zukunft möchte ich keine größeren Ausblicke benennen, da wir im
Anschluss einen neuen Vorstand zu wählen haben.
Jürgen Faust, Vorsitzender NABU Wetterau
März 2009
Jahresbericht des
Vorsitzenden des
NABU Wetterau für 2007
Der Mitgliederstand betrug am 1.01.2007 3.420 Personen, verteilt auf 48
Ortsgruppen. Am 31.12.2007 betrug die Mitgliederzahl noch 3.297, was ein Minus
von 123 Personen bedeutet.
Da momentan in anderen Kreisen Hessens die professionelle Mitgliederwerbung,
recht erfolgreich, läuft, die ja bei uns abgeschlossen ist, werden wir wohl den
Rang des mitgliederstärksten Kreisverband Hessens verlieren.
Natürlich sollten wir alle daran arbeiten, diesen Mitgliederverlust zu bremsen,
oder noch besser umzukehren. Das weitaus größte Potenzial liegt hierbei bei
Personen, die in Ihren Ortsgruppen als Mitglieder geführt werden, aber keine
Verbandsmitglieder des NABU sind! Warum tun wir uns so schwer, diese Personen in
unseren Verband zu integrieren? In vielen Gesprächen wird deutlich, dass als
Gründe, die gegen einen Eintritt in den NABU sprechen, immer wieder gesagt
wird, dass der Beitrag zu hoch sei und zu wenig bei den Ortsgruppen ankomme, da
Bund-, Land- & Kreisverbände zu hohen Anteile einbehielten.
Da hierbei viele Missverständnisse vorherrschen, bitte ich Sie mich einzuladen,
um gemeinsam mit Ihren Vorstandsmitgliedern, darüber zu diskutieren. So wie das
in Friedberg-Dorheim geschehen ist.
Im abgelaufenen Jahr trafen wir uns zu 9 Vorstandssitzungen, die immer im
Wechsel in Assenheim oder in Wippenbach stattfanden. Es würde uns freuen, wenn
wir bei diesen Treffen öfters Besuch aus den Ortsgruppen bekämen. Sie alle
sind herzlich eingeladen, Termine entnehmen Sie bitte dem Internet oder erfragen
sie telefonisch, in der Kreis-Geschäftsstelle, bei der Umweltwerkstatt, in
Assenheim.
Im März fand in Friedberg die Landesratstagung, also die Zusammenkunft aller
Kreisvorsitzenden mit dem Landesvorstand Hessen statt. Leider ist die
durchgeführte Busexkursion sehr verspätet gestartet und war auch von ziemlich
schlechtem Wetter begleitet. Außerdem überschnitt sich diese Tagung mit der
Exkursion in die renaturierte Nidder-Aue bei Ortenberg-Effolderbach, die mit
über 100 Teilnehmern als sehr gelungen bezeichnet werden kann, was auch an der
hervorragenden Begleitung von Frau Britta Kreß, der leitenden Planerin, lag.
Vom 1. bis zum 10. Juni beteiligten wir uns dann am Hessentag in Butzbach. Dies
kann, ohne Übertreibung, als Höhepunkt der Arbeit unseres Verbandes bezeichnet
werden. Das Konzept, jeden Tag eine andere Ortsgruppe zu beteiligen kann als
echten Erfolg gewertet werden. Im Anschluss an die heutige Tagesordnung können
Sie sich nochmals an diese wirklich tollen 10 Tage erinnern, bei einer
Präsentation von Frank Uwe Pfuhl.
Im August beteiligten wir uns dann an der Bat-Night in Assenheim. Diese
Veranstaltung erreichte, im letzten Jahr über 1.000 Besucher, was als
hervorragend bezeichnet werden kann! Auch führten wir zahlreiche
Fledermaus-Wanderungen im Wetteraukreis durch, die größtenteils sehr gut
besucht waren. Für die Organisation war die Umweltwerkstatt in Assenheim
verantwortlich, die daneben noch eine Vielzahl von anderen Veranstaltungen
organisiert hat, was Sie aber dem eigenständigen Bericht entnehmen können!
Auf Landesebene fanden im letzten Jahr mehrere Projekte statt, an denen sich
auch erfreulich viele Wetterauer beteiligt haben. Bitte beteiligen Sie sich auch
in Zukunft so zahlreich an diesen Veranstaltungen, wie der Stunde der
Gartenvögel oder der Nussjagd. Hier sei nur erwähnt, dass sich hessenweit etwa
7.000 Kinder beteiligt haben, die insgesamt 90.000 Nüsse einschickten, von
denen sich 735 als echte Haselmausnüsse herausstellten. Dadurch konnten, in
Hessen, 100 Vorkommen der Haselmaus nachgewiesen werden.
Außerdem bitten wir Sie, sich mit Ihren Kirchen in Verbindung zu setzen, da
eine ähnliche Kampagne wie das fledermausfreundliche Haus in den Kirchtürmen
Hessens geplant ist. Gerade der Jahresvogel 2008, der Turmfalke, ist, neben der
Schleiereule sowie den Fledermäusen häufig dort anzutreffen, und bedarf
unseres Schutzes! Außerdem sollen natürlich auch 2008 weitere
fledermausfreundliche Häuser ausgezeichnet werden, wofür wir alle intensiv
Werbung machen sollten.
Eine weitere wichtige Veranstaltung ist die Beteiligungsplattform über die
Wasser-Rahmen-Richtlinie, am 17. Mai in Friedberg, wo wir unbedingt präsenz
zeigen müssen!
Gerade weil wir planen, in diesem Jahr das Thema Fledermäuse deutlich zu
reduzieren, und uns mehr dem, wieder einwandernden Biber, zuwenden wollen,
müssen wir deutlich für Verbesserungen der Wetterauer Fließgewässer
eintreten.
Wie Sie der Tagesordnung entnehmen können, planen wir hierfür einen eigenen
Beauftragten zu benennen. Es geht hierbei nicht um ein offizielles Amt, sondern
einfach einen, sachverständigen Ansprechpartner. Denn es muss klar sein, dass
dieses Säugetier, dass die Wetterau seit, über hundert Jahren gemieden hat,
für Diskussionsstoff sorgen wird.
Eine weitere, wichtige Sache ist die Benennung von NABU –Schutzgebietsbetreuern.
Diese Personen sollen die NATURA2000 Schutzgebiete, die immerhin 21 % der
Fläche Hessens umfassen, die Naturschutzgebiete, und die Eigentumsflächen des
NABU, positiv der Bevölkerung vorstellen. Keinesfalls ist an eine Art
Hilfspolizei gedacht, die Schutzgebiete hermetisch abriegeln, auch wenn es
sicherlich nötig sein wird, dass besonders uneinsichtige Zeitgenossen
gelegentlich an geltende Regeln erinnert werden müssen. Mit Udo Seum, Frank
Bernshausen und Gerd Bauschmann sind, von unserer Seite, drei Personen benannt,
die dieses Amt sicherlich kompetent ausfüllen werden. Von dieser Stelle vielen
Dank für Eure Bereitschaft! Da wir gemeinsam mit den Kollegen aus dem
Vogelsbergkreis und dem Landkreis Gießen, unter der Leitung von Dr. Achim
Zedler, arbeiten wollen, bitte ich Sie, schon jetzt, um ein positives Votum für
die einheitliche Bekleidung unserer Schutzgebietsbetreuern. Wir kommen nachher
zur Abstimmung. Weiterhin könnte ich mir vorstellen, im Laufe des Jahres, den
Kreis der Schutzgebietsbetreuer deutlich zu erweitern.
Ein weiterer Höhepunkt, der Arbeit unseres Verbandes, wird das 100jährige
Jubiläum des NABU Landesverband Hessen sein. Hierfür ist eine
Wanderausstellung geplant, über die ich Ihnen auch nachher noch einiges
berichten werde. Auch hierfür bitte ich, bereits jetzt, um Ihre Zustimmung.
Schon jetzt, darf ich Sie, im Namen unseres Landesvorsitzenden Gerhard Eppler,
bitten, historische, also mindestens 30 Jahre alte Begebenheiten, sowie
besonders originelle Anekdoten aus 100 Jahren hessischer Naturschutzarbeit zu
dokumentieren, und sich mit dem Landesverband in Verbindung zu setzen.
Bevor ich nun zum Schluss meines Berichtes komme, möchte ich es keinesfalls
versäumen, mich bei allen Vereinsmitgliedern, Ortsgruppenvorständen und vor
allem bei den Mitgliedern des Kreisvorstandes, ganz herzlich für die zumeist
sehr gute Zusammenarbeit zu bedanken. Einen ganz besonderen Dank richte ich an
die Freundinnen und Freunde der NABU Umweltwerkstatt, unter der Leitung von
Frank Uwe Pfuhl, und allen, über 100 Helferinnen und Helfern vom Hessentag!
Vielen Dank für Eure und Ihre Aufmerksamkeit!
Jürgen Faust, Vorsitzender NABU Wetterau

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Jahresbericht 2007 für die
NABU Umweltwerkstatt Wetterau e.V.
Öffentlichkeitsarbeit
Im Bereich Öffentlichkeitsarbeit - einem Schwerpunkt der Arbeit der NABU
Umweltwerkstatt Wetterau - wurden in 2007 folgendes geleistet:
- Rund 30 Presseinfos allgemeiner Art, Ankündigungen, Berichte von
Veranstaltungen wurden verfasst.
- Über 30 mal berichteten die Wetterauer Zeitung oder die Frankfurter Neue
Presse ausführlicher über Aktivitäten der Umweltwerkstatt Wetterau.
- Die Internet-Seite wurde in 2007 komplett überarbeitet und den
Gestaltungsregeln des NABU angepasst. Die Seite des Vereins
www.umweltwerkstatt-wetterau.de ist identisch mit der Seite des NABU Wetterau (www.nabu-wetterau.de).
Regelmäßig erfolgte eine Pflege und Aktualisierung der Seiten. An einen
Verteiler von mittlerweile über 1.100 Adressen wurden in 2007 gut 30 Newsletter
verschickt.
- Es wurden zwei Halbjahresprogramme mit einer Auflage von je 5.000 Exemplare
aufgelegt und verteilt. Darüber hinaus 5.000 Postkarten als Werbung für die
Bat-Night, ein DIN A3 Plakat zur Bat-Night und eine eigene Hessentagszeitung zum
"Fledermaus-Sommer 2007" in einer Auflage von 10.000 Exemplaren.
- Auf einigen Infoständen konnte die Arbeit der Umweltwerkstatt Wetterau
dargestellt werden. Beispielhaft sei hier der Radreisemarkt in Bornheim, die
Gartenausstellung in Laubach, der Aktionstag am Niddaradweg und als mit Abstand
größte Veranstaltung der Hessentag in Butzbach genannt.
- Zur Öffentlichkeitsarbeit zählt auch die kostenlose Dienstleistung für
interessierte Bürgerinnen und Bürger, die bei der Umweltwerkstatt Rat in
Sachen Natur und Umwelt erhalten oder die Infothek oder die Umweltbibliothek zur
Information nutzen. Außerdem können in der Umweltwerkstatt ein
Strommessgerät, ein Lampenkoffer, ein Energiesparkoffer,
Gewässergüteuntersuchungskoffer, eine Fledermauskiste und vieles mehr
ausgeliehen werden. Eine Leistung, die vor allem in die Präsenszeit fällt.
Projekte
Folgende Projekte wurden durchgeführt oder begleitet:
- Das herausragende Projekt des Jahres war der "Fledermaus-Sommer
2007" mit über 30 lokalen Fledermausführungen, Ferienspielangeboten, eine
zehntägigen Präsenz auf dem Hessentag und einer gut besuchten Bat-Night.
Im Rahmen dieses Projektes konnten zahlreiche Spenden und Zuschüsse eingeworben
werden. So backte z.B. der Hinnerbäcker aus Laugen- und Hefeteig Fledermäuse
("Batty"), aus deren Erlös ein Teil an die Umweltwerkstatt gespendet
wurde.
Mit den Geldern von Wetteraukreis, Stiftung Hessischer Naturschutz und von der
Firma TK Solar konnte u.a. eine Fledermaus-Ausstellung mit vier Rollups, drei
Lebensraumtafeln, eine Multimediaeinrichtung, diverse Fledermausquartiermodelle
und Bastelmaterial für Kinder angeschafft werden.
- Ausbau des "Wippenbacher Hofes" zu einem NABU-Infozentrum:
Gespräche zur Finanzierung wurden geführt und Informationen zu Stiftungen
eingeholt. Erfolgreich konnte das Zentrum zur Förderung in dem Regionalen
Entwicklungskonzept für Oberhessen platziert werden. Hier ist eine Förderung
aus EU-Mitteln für 2008 vorgesehen.
- Angebotssammlung: Auf der Grundlage der in 2006 gemachten Erfahrungen wurden
für 2007 neue Angebote zusammengetragen und zusammen mit dem Jahresprogramm
veröffentlicht.
- Insbesondere auch für den "Fledermaus-Sommer 2007" war die
Umweltwerkstatt wieder mit dem Umwelt-Mobil an vielen Orten und an einer
Vielzahl von Schulen im Wetteraukreis unterwegs. Im Angebot waren vorrangig
Spiele und Informationen zu den Fledermäusen.
- Beteiligung am Vulkanradweg
Arbeitseinsätze
Viele Arbeiten sind wiederkehrend und in jedem Jahr mit zum Teil erheblichem
ehrenamtlichen Aufwand zu erledigen:
- Aufstellen von mittlerweile zwei Krötenzäunen zwischen Bahnhof
Erbstadt-Kaichen und Kaichen sowie zwischen Assenheim und Bruchenbrücken; auf
jeweils rund 500m sind Zäune aufgestellt und über vier Wochen gut 1.250 bzw.
1.535 Erdkröten (2006) über die Straße getragen worden.
- Pflege und Unterhaltung von Lehrbiotop, Gehölzlehrpfad, Storchenweg und
Wissenspfad: Hier ist in erster Linie die Wiese zu mähen, Obstbäume zu
schneiden, die Nistkästen müssen gereinigt werden, die vorhandenen Stationen
müssen gewartet werden, Baumscheiben gepflegt, Bäume neu angebunden und
Schilder kontrolliert werden.
- Unterhaltungsarbeiten an den Häusern in Assenheim und Wippenbach.
Insbesondere das Seminar- und Tagungshaus Wippenbach ist besonders
unterhaltungsintensiv, da hier neben den Unterhaltungs- auch noch
Renovierungsarbeiten anstehen und das Haus nicht regelmäßig genutzt wird.
Internes
An Veränderungen im Haus, bei der Infrastruktur und im Personellen ergaben sich
folgendes:
- Es wurden weiterhin keine neuen Zivildienstleistenden mehr eingestellt. Eine
Zivildienststelle der Umweltwerkstatt ist in das Jugendgästehaus Hubertus
abgeordnet und wird vom Wetteraukreis bezahlt. Der jeweilige Zivi ist dort u.a.
für die Betreuung von Kindergarten- und Schulgruppen zuständig und wirbt auch
für die Arbeit der Umweltwerkstatt. Diese Abordnung wurde im Sommer 2007
beendet.
- Bereits seit Ende Januar 2005 hat die Umweltwerkstatt einen Auszubildenden,
Robert Büger, der eine dreijährige Ausbildung zum Bürokaufmann für
Kommunikation macht und mit zweieinhalb Tagen pro Woche in der Umweltwerkstatt
arbeitet. Die restliche Zeit wird in Berufsschule und bei einem Bildungsträger
absolviert, der auch die organisatorische Abwicklung der Ausbildung leistet.
Robert Büger hat seine Ausbildung Ende Januar 2008 beendet.
Neu hinzu gekommen ist seit Oktober 2007 Jonas Witzenberger als neuer
Auszubildender mit einer Lehrzeit von drei Jahren.
- Seit 2006 hat die Umweltwerkstatt auch Plätze für sogenannte
"Ein-Euro-Jobber". Zeitweise waren in 2007 zwei Stellen besetzt.
- Die feste Präsenszeit pro Woche (Donnerstags, 16-18 Uhr) konnte fortgesetzt
werden. Diese wurde durchgängig von Robert Büger aufrecht erhalten.
- Im Verlauf des ganzen Jahres konnte auf die Hilfe von Jugendlichen zurück
gegriffen werden, die Stunden im Rahmen der Jugendgerichtshilfe abzuleisten
hatten. Diese zusätzlichen Arbeitskräfte wurden insbesondere zur Pflege des
Lehrbiotops genutzt.
Kooperationsveranstaltungen mit dem Jugendbildungswerk
Wetterau
Wie in jedem Jahr, so war die Umweltwerkstatt Wetterau auch in 2007 wieder
Kooperationspartner bei der Ausrichtung der ökologischen Flussfahrt auf der
Lahn,
die für Jugendliche von 13 bis 16 Jahren angeboten wird. Die Umweltwerkstatt
übernahm die fachliche Begleitung und die finanzielle Abwicklung der
Veranstaltung. Die Veranstaltung wurde kostendeckend angeboten, so dass kein
Gewinn erwirtschaftet wurde.
Veranstaltungen
Kernstück der Arbeit der Umweltwerkstatt ist das Veranstaltungsprogramm. In
2007 wurden über 60 offene Veranstaltungen angeboten, dabei standen u.a.
folgende Themen auf dem Programm:
- Vortrag "Von Nasen, Nemo und der Nidda"
- Führung durch die Nidder-Auen
- Fackelwanderung von Assenheim nach Ilbenstadt
- Vortrag "Gärtnern ohne Gift"
- Führung durch das Bingenheimer Ried
- Führungen durch den geologischen Garten Münzenberg
- Vogelstimmenwanderung mit Wiesenfrühstück
- Wanderung durch das Krebsbachtal
- Eulenexkursion in Assenheim
- Turmfalkenexkursion in Gedern
- über 30 lokale Exkursionen zu den Fledermäusen u.a. in Büdingen, Kefenrod,
Assenheim, Butzbach, Bad Vilbel
- Schrecken, Kletten, Bocksbart - wie Pflanzen und Tiere wandern
- zwölf Ferienspielbeiträge
- zahlreiche naturkundliche Führungen über den Glauberg
- 3. Wetterauer Bat-Night in Assenheim
- Rund um das ehemalige Freigericht Kaichen
- Auf des Kaisers Spuren
- Laternenfest in Wippenbach
- Vortrag "Der Herr der Fliegen"
- Zehn öffentliche Monatstreffen
Niddatal, 11. März 2008
Frank Uwe Pfuhl, Vorsitzender
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