Exkursion - Feldhamster in Ober-Mörlen und Ostheim

Der NABU Ober-Mörlen lädt für Sonntag, den 20. September, zu einer Wanderung zu den Feldhamster-Vorkommen in den Gemarkungen Ober-Mörlen und Ostheim ein. Treffpunkt ist um 13:30 Uhr an der Kapelle am Ortsausgang von Ober-Mörlen an der B 275 Richtung Bad Nauheim. Autofahrer können am Friedhof parken. Die Gehstrecke ist etwa fünf bis sieben Kilometer lang, festes Schuhwerk ist empfehlenswert.
Landschaftsplaner Matthias Gall aus Butzbach-Ostheim wird Maßnahmen zum Schutz des inzwischen seltenen Untergrundkämpfers zeigen und erläutern. Zu sehen sein werden unter anderem „Hamsterburgen", wie die Baue der Hamster gerne genannt werden sowie die typischen Spuren, an denen man die Tiere im Freiland erkennen kann.
Noch vor wenigen Jahrzehnten galt der Feldhamster als Getreideschädling und wurde heftig bekämpft. Inzwischen ist der possierliche Nager die am stärksten gefährdete Säugetierart Mitteleuropas. In der Wetterau aber haben sich kleine, labile Bestände erhalten. M. Gall macht sich seit vielen Jahren für den Feldhamster ehrenamtlich und beruflich stark. Schon vor mehr als 10 Jahren reifte etwa die Idee, den Schutz der Art mit dem „Hamstersaft" der Kelterei Müller zu befördern. Seither ist der Hamster in aller Munde und Jahr für Jahr sind mehr Landwirte in der Wetterau bereit, Schutzmaßnahmen umzusetzen. Gall ist fachlicher Leiter des vom Land Hessen durchgeführten und finanzierten landesweiten Schutzprogramms. Sein Planungsbüro berät Landwirte und Landwirtschaftsämter, kartiert die Bestände und bewertet die Schutzmaßnahmen und den Erfolg des Landesprogramms.